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Kurzbeschreibung - Manuskript

Nach der Weltwirtschaftkrise im letzten Jahrhundert zogen Ende der Zwanziger Jahre viele Arbeiter in die damalige Sowjetunion. Für die Industrie und für den Bergbau suchte man Spezialisten aus dem Ausland und fand diese in Deutschland.

Lorenz Pilny arbeitete als Bergmann auf der ‚Zeche Zollverein’ in Essen, bis er als Gastarbeiter am 30. August 1930 mit seiner Frau und seinen Kindern nach Russland übersiedelte. Etwa einhundert Familien aus dem Ruhrgebiet taten es ihm gleich. In Schtschokino, einem bedeutsamen Bergbaugebiet, etwa zweihundert Kilometer südlich von Moskau, fand Lorenz mit seiner Familie ein neues Zuhause. Er arbeitete dort als Spezialist mit russischen Bergleuten am Stollenausbau.

Seine Tochter Pauline war elf Jahre alt. Im Gegensatz zu ihrem Vater und ihrer Stiefmutter Anna, die sich einer weitgehend fremden Lebens- und Arbeitswelt gegenüber sahen, fühlte sie sich schnell heimisch. Unter dem Namen ‚Pawlina’ führte sie das Leben eines russischen Mädchens.

Gerade siebzehn Jahre alt verließ Pawlina ihr Elternhaus in Schtschokino und begegnete in Tula ihrer großen Liebe Petja Sergejewitsch Koljabin. Ihr Glück schien vollkommen, bis Hitlers Aufrufe „Schickt die Deutschen zurück ins Reich“ auch Tula erreichten. Seit Hitlers Machtergreifung spitzte sich die Lage für die deutschen Arbeiter in Russland zu. Nach 1933 gab es für viele kein Zurück mehr. Pawlina wurde am 21. Oktober 1937 als mutmaßliche Spionin verhaftet.
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In den Jahren 2006 und 2007 habe ich mich auf Pawlinas und Petjas Spuren nach Schtschokino, Jasnaja Pojana und Tula begeben.
‚Blaue Stunde über Moskau’ ist eine wahre mitreißende Geschichte

 

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Pawlina Petja

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